Vergleich der Flaschenmaterialien PE und PET zur Aufbewahrung von Natriumchlorit:
Nicht alle Flaschenmaterialien sind gleichermaßen zur Lagerung und Aufbewahrung von Natriumchlorit geeignet.
Das Material PE (Polyethylen) hat einen sehr simplen molekularen Aufbau.
Polyethylen ( PE) bietet Natriumchlorit keine Angriffsfläche.
Die Struktur kann durch Natriumchlorit nicht aufgebrochen werden.
In diesem Brief muss ich Ihnen einen äußerst wichtigen Zusammenhang erklären.
Es geht um die wichtige und oft gestellte Frage der Haltbarkeit von Natriumchlorit.
Hier gehen die Meinungen teilweise weit auseinander. Ich habe von einer Haltbarkeit von einigen Monaten bis zu etwa 2 Jahren gehört.
Um selbst auszuprobieren, ob und wie sich das Natriumchlorit bei langer Lagerung verhält, habe ich einige Flaschen „von damals“ aufgehoben.
Darunter eine Glasflasche mit Pipettentropfer, abgefüllt vor etwa 18 Monaten.
Die Lösung bleibt während der Aktivierung (hier mit 50 % Weinsäurelösung) klar und ändert erwartungsgemäß die Farbe von Gelb zu Dunkelbraun.
Beim Test einer der grünen 60ml-Flaschen, abgefüllt im Februar 2009, fiel mir zuerst eine sofortige weißliche Trübung der Natriumchloritlösung direkt nach Zugabe des Aktivators auf.
Direkt dort, wo der Tropfen Säure ins Natriumchlorit fällt, bildet sich ein gelblich-milchiges Gemisch.
Wenige Sekunden darauf ist die gesamte Lösung milchig, wird auch nicht mehr viel dunkler oder brauner und riecht anders.
Dies fällt besonders beim Aktivieren mit 50%iger Säure auf.
Bei 10%iger Säure ist diese milchige Verfärbung weniger deutlich zu erkennen.
Dieses ganz leichte Milchigwerden beim Aktivieren ist mir schon bei „meiner eigenen“ 120ml Flasche aufgefallen, etwa 3 Monate nach der Abfüllung. Hier habe ich mir nichts weiter dabei gedacht, da es nur ganz leicht zu sehen war.
Und das ist das Fatale. Es ist ein schleichender Prozess.
Anfangs, frisch nach dem Abfüllen, ist die Lösung beim Aktivieren klar und durchsichtig – es verändert sich nur die Farbe von durchsichtig klar bis gelblich-klar, und der Geruch.
Wie kann es sein, dass sich bei den grünen „Originalflaschen aus USA” bereits nach ca. 3 Monaten eine immer stärker werdende Trübung einstellt?
Die Antwort:
Die „Originalflaschen aus USA aus PE“ sind und waren nie aus PE.
Dies ist leider bei den meisten Flaschen nicht zu erkennen, und vom Lieferanten der Flaschen habe ich auch keine genaue Materialbeschreibung erhalten.
Genauer gesagt habe ich auch keine angefragt … Warum auch.
Seit Jahren verkauft J.H. diese Flasche, sie ist weltweit durch das Buch bekannt, und etliche Händler verkaufen Natriumchlorit in Flaschen aus PET.
Da die grünen Flaschen nicht aus PE, sondern PETE sind, löst sich ständig etwas von der Flaschenwand und vermindert und verändert die Wirksamkeit des Natriumchlorits.
PET ist laut einer Beständigkeitsliste eines deutschen Flaschenlieferanten nur bedingt geeignet, Natriumchlorit zu lagern.
Noch wichtiger ist die Tatsache, dass in jedem ordentlichen Sicherheitsdatenblatt nur Glas, PE oder geeignetes Edelstahl als Lagerungsmedium genannt wird.
Das Natriumchlorit reagiert mit der PET Flasche – zwar nur ganz langsam, aber natürlich von dem Moment der Abfüllung an.
Nach etwa 3 Monaten hat sich das Natriumchlorit soweit verändert, dass sich eine Veränderung des Aktivierungsverhaltens ergibt.
Dies wird sichtbar durch eine Trübung, die am Anfang wie feiner Nebel, später wie eine milchige Verfärbung aussieht.
Auch eine Veränderung und Verschlechterung der Verträglichkeit ist sehr wahrscheinlich!
Fatalerweise wird diese Trübung nur bei 50%iger Säure oder 5%iger Salzsäure deutlich sichtbar.
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